Oldisleben, 23.12.2009
Überraschungen
Eigentlich sollte der Spielbericht
früher kommen, aber ….
Landesklasse West
Genau hier fanden die Überraschungen statt. Minus
16 Grad – und 4. Advent – da haben die wenigsten Lust
auf Wettkampf. Und da spielten auch andere Faktoren nicht so mit wie
man es sonst gewohnt ist. Als erstes hatte unser Mannschaftskapitän
das „Hammerlos“ gezogen – kein Wasser zu Hause (eingefroren)
– woher Klempner nehmen. Unser Gegner, der SC Suhl 2, hatte
da volles Verständnis und nach ein paar Zügen wurde remisiert
und Ulli nahm Kurs Wasserschaden!
Dann erwischte es mich. Abgesehen davon, dass meine Frau im Krankenhaus
liegt wollte ich die Mannschaft nicht im Stich lassen. Also schnell
noch bei der Spielvorbereitung (Aufbau Bretter, Schreibunterlagen
etc.) helfen. Mein Körper sah das allerdings etwas anders. Mittels
plötzlichen Hexenschuss legte er mich erst mal lahm. Zum Glück
aber mit etwas Bewegungsmöglichkeit. Trotz Schmerzen also ran
ans Brett. Mein Gegner nur auf Remis aus? Alle Fallen vermied er und
ich bot dann doch zügig Remis an. Der Gegner konsultierte seinen
Kapitän und ich wurde erlöst. Noch schnell ein Blick über
die „Bretter“ und dann heim zur medizinischen Versorgung.
Brett 8 – Andreas Montag- hatte Minusbauer aber gute Aussichten
das Remis zu halten. Wurde mir dann auch so berichtet.
Brett 7 – neu in der Mannschaft Rolf Stättler - hatte eine
gute Stellung heraus gespielt, die im Endeffekt zwar nicht zu gewinnen
war (keine Zeit zur Analyse) – aber sicheres Remis ergab. Gelungener
Einstand!
Brett 4 – Marcus Königsmann – gute Stellung –
Ausgang offen. Nach seiner Aussage – griff er noch fehl und
konnte sich in das Remis retten.
Am Brett 3 war Frauenduell angesagt. Petra gegen Varvara. Kurios!
Nicht das Varvara gewonnen hat – das sah schon irgendwie danach
aus, sondern wie sie siegte. Suhl noch 2,5 Std. Fahrt vor sich und
wie gesagt 4. Advent. Varvara wollte eventuell Remis anbieten aber
die Gegnerin gab vorher einfach auf. Da ihr 4. Brett Remis hatte und
sie HEIM wollten – die Niederlage von Suhl war ja eh schon durch
Bretter 1 und 2 besiegelt.- warum soll man da noch 2 Stunden spielen
? Also Aufgeben und ab nach Hause. Zumindest mir so berichtet.
Brett 2 – Andreas Kuntze stand sehr erfolgreich. Und wie es
bei Ihm so üblich ist – was lange währt wird gut.
Leider kann ich nichts Weiteres zum Partieverlauf berichten –
aber Gratulation zum Sieg.
Unser Spitzenbrett – Ferenc hatte endlich einen Gegner der auch
da war! Nach den vergangenen zwei kampflosen Punkten wollte er endlich
auch mal für die Mannschaft „richtig“ gewinnen.
Und das tat er bravourös.
Fazit: Das 5,5:2,5 für Nordhausen war am Ende zwar „standesgemäß“
aber wer weiß was heraus gekommen wäre wenn die Umstände
nicht so „schlecht“ gestanden hätten.
Die Überraschungen in der Landesklasse blieben
insgesamt auch nicht aus. Da verliert Gotha gegen Leinefelde und Eisenach
entwickelt sich immer mehr zum ernst zu nehmenden Kontrahenten und
schlägt Meiningen. Und der Absteiger aus der Thüringenliga
, Arnstadt-Stadtilm, verliert das dritte Spiel in Folge – diesmal
gegen Breitenworbis.
Am 10. Januar kommt es daher zu der Spitzenpaarung der bis dato ungeschlagenen
Mannschaften
Eisenach – Nordhausen. Wir dürfen gespannt sein.
Bezirksliga Nord
Guter Mittelplatz über die Feiertage
Die Meisterschaftsrunde 4 im Bezirksliga-Duell zwischen
dem SC Einheit Worbis und dem Nordhäuser Schachverein, 2. Mannschaft
ging an die Gastgeber. Worbis gewann mit 4 ½ zu 3 ½
Punkten.
Die Nordhäuser konnten dieses Mal nicht überraschen, dennoch
lässt sich mit einem guten 6. Tabellenplatz in dem 10ner Feld
gut Weihnachten feiern. Der Klassenerhalt bleibt fest im Visier.
Für den SC51 II punkteten: Virgil Curea und Frank Neuenfeld je
1 sowie Hartmut Viererbe, Andreas Müller und Marcel Junker je
½ Punkt.
Hervorzuheben ist der schnelle Sieg von Virgil Curea an Brett 3, bereits
nach zehn Zügen zwang Curea durch Stellungsvorteil, Rochadeverhinderung
und vorauszusehendem Qualitätsverlust seinen Gegner zur Aufgabe.
Gut stellte sich auch Marcel Junker in Szene, nach 2 Jahren Spiel-
und Trainingspause trotzte er, immerhin in der Bezirksliga, seinem
Gegner ein Remis ab.
F.d.R. Klaus Moritz
Hier möchte ich mich ganz herzlich beim Mannschaftskapitän
Klaus Moritz bedanken, dass er mir so gut zugearbeitet hat. Der Artikel
ist so ungekürzt.
Kreisunion
Die Kreisunion hatte Spielpause was natürlich
die Möglichkeit den vereinen gab, Spieler aus dieser
Liga höherklassig ein zu setzen. Siehe Frank Neuenfeld in der
Bezirksliga mit viel Erfolg!
Robert Koksch
C-Trainer
Spielleiter SC 51 Nordhausen