Leinefelder Schnellschachturnier
Mit 64 Teilnehmern fand das Leinefelder Schnellschachtunier am Sonntag,
den 13. Januar, so viel Zuspruch wie noch nie, und über mangelnd
starke Gegnerschaft konnten wir, Hans-Ulrich Reichardt, Robert Koksch,
Torsten Schrader, Marcus Königsmann und meine Wenigkeit, sich auch
nicht beklagen.
Die ersten der neun Runden waren für den einen oder anderen von
uns recht vielversprechend, so erreichten Marcus, Uli und ich drei aus
vier Punkten gegen durchweg - wenn man von der ersten Runde absieht
- starke Gegner, Gegner-DWZ zwischen 1900 und 2000. Aber so richtig
aufgetrumpft hatte Robert Koksch mit einer bis dahin makellosen Ausbeute
von vier aus vier Punkten, womit er sich an die Tabellenspitze setzte.
Torsten gelang nach einigen Startschwierigkeiten dann auch der eine
oder andere Punkt. Doch wie es während eines Turnierverlaufs manchmal
eben passiert, zeigte Caissa uns dann die kalte Schulter. Ich verlor
zwei Runden nacheinander (die restliche Ausbeute war auch nicht üppig),
und Uli wirkte auch nicht unbedingt zufrieden, nur Marcus und Robert
zogen weiter ihre Kreise. Doch während des weiteren Verlaufs zollten
auch sie den vielen Runden ihren Tribut, und glichen ihren Punktestand
den unsrigen so langsam an. Marcus hatte zur 8. Runde 4,5 Punkte, Uli
4, Robert 5,5 und ich 4,5. Von Torsten weiß ich es leider nicht
mehr. In der neunten und letzten Runde gaben wir noch einmal alles.
Doch für einige von uns sollte es nicht reichen: Robert bot mit
der Dame Schach, obwohl er selbst im Schach stand, durch das Schnellschachreglement
war er gezwungen, seine Dame in die Schachlinie zu stellen. Ohne Dame
war für ihn die Partie nicht mehr zu gewinnen, und so rückte
ein möglicher 3. Platz in weite Ferne. Ich selbst, da ich bis dahin
nicht unberechtigt mit dem U 1800 DWZ-Preis liebäugelte, konnte
ebenfalls meine Hoffnungen begraben, da ich einmal mehr zu gierig war.
Der Endstand für uns war wie folgt: mit 5,5 Punkten erreichte Robert
den 11. Platz, Marcus mit ebenfalls 5,5 Punkten den 13, ich rangierte
mit 4,5 Punkten auf dem 31. Platz und Uli erzielte insgesamt 4 Punkte,
doch seine Platzierung weiß ich nicht mehr, so wie die Punkte
und die Platzierung von Torsten.
Natürlich ereigneten sich auch über die unsrigen persönlichen
Hochs und Tiefs hinaus einige interessante Dinge. In den ersten Runden
mussten wider Erwarten zwei Favoriten Federn lassen und einen anderen
Spieler konnte man mehrfach dabei beobachten, wie er in akuter Stellung
seine Zeit bis zum Limit ausreizte, man bekam allein vom Zusehen Herzflattern.
Besonders hervorzuheben ist aber, dass der Veranstalter wegen zahlreich
erschienener Kinder und Jugendlicher zusätzlich zu den ausgeschriebenen
Preisen weitere in Aussicht stellte – eine zu würdigende
Geste im Sinne der Nachwuchsförderung.
Eine gelungene Veranstaltung, die Lust macht, im nächsten Jahr
wiederzukommen.
Andreas Hüllenhagen