Kreismeisterschaft im Blitzschach

Am Freitag, den 04.01.08, wurde in den Rolandstuben ein neuer Kreismeister im Blitzschach gekürt, besser gesagt, eine Kreismeisterin. Vierzehn Schachspieler, darunter unsere Fusion aus Wirt und Schachspieler Christian Schoppe (auch diesen Abend war er ständig auf Achse, um beiden gerecht zu werden), fanden sich 18.00 Uhr im oberen Saal ein, alle mit unterschiedlichen Ambitionen an den Start gehend; der eine oder andere liebäugelte mit dem Pokal, wieder anderen war ein guter Mittelplatz ein lohnendes Ziel und dann gab es noch jene, denen es einfach um schöne Partien und Spaß am Spiel ging. Nach dreizehn Partien setzte sich ein Quartett, bestehend aus Warwara Anishewa, Marcus Königsmann, Hans-Ulrich Reichardt und mir, vom Rest des Feldes ab. Angeführt wurde es mit einem Punkt Vorsprung vor dem Zweiten, Marcus Königsmann, knapp von Warwara Anishewa; auch wenn ihr Vorsprung nur einen Punkt betrug war er souverän herausgespielt und wirkte nie gefährdet. Punktgleich hinkten wir, Uli und ich, dem Spitzenduo hinterher, nachdem er mir bewies, dass ich sein Remisangebot besser angenommen hätte.
Inspiriert durch andere Sportarten, wurde in einem von Marcus vorgeschlagenen "Play Off" dann endgültig der Kreismeister ermittelt. Das Spitzenquartett spielte zunächst zwei Partien im Semifinale, Platz eins gegen Platz vier und der Zweite gegen den Dritten, jeweils einmal mit Weiß, und eine Finalpartie, nun die beiden Gewinner und Verlierer gegeneinander. An sich eine hervorragende Idee, bekommt doch ein Spieler, der in entsprechender Form ist, dem aber ein Ausrutscher unterlief, eine zweite Chance; umgekehrt kann ein Spieler, dessen Vorsprung recht knapp war, seinen Anspruch untermauern. Hierbei trat Zweites ein: Nach dem Finale galt die gleiche Reihenfolge innerhalb der Spitzengruppe wie zuvor, und Warwara Anishewa wurde der Pokal für die gewonnene Kreismeisterschaft im Blitzschach übereicht. Als Manko empfand ich nur, dass dem Finale mit einer Partie weniger Aufmerksamkeit zugedacht wurde, als dem Semifinale mit zwei Partien; im Unterschied zu anderen Sportarten gilt es hier, den Nachteil des Nachziehenden auszugleichen.
Resümierend kann man sagen, dass das eine sehr gelungene Veranstaltung gewesen war, die bei allem Ehrgeiz die Freude am Spiel nicht zu kurz kommen ließ. Am Ende schaute ich nicht in die Gesichter von Gewinnern und Verlierern, sondern in die von Menschen, die für einige Stunden ihren Spaß hatten.

Andreas Hüllenhagen

 



 

Playoff

1.
Warwara Anishewa
2.
Marcus Königsmann
3.
Hans-Ulrich Reichardt
4.
Andreas Hüllenhagen

 

Haupttunier

Bei Punktgleichheit war der direkte Vergleich für die Platzierung ausschlaggebend.

1.
Warwara Anishewa
12
2.
Marcus Königsmann
11
3.
Hans-Ulrich Reichardt
10
4.
Andreas Hüllenhagen
10
5.
Peter Schlösser
7
5.
Klaus Göbel
7
7.
Jürgen Kiesewetter
6,5
8.
Torsten Schrader
6,5
9.
Klaus Moritz
5,5
10.
Frank Neuenfeld
4,5
11.
Helmut Keßner
4,5
12.
Mirko Schreiber
3,5
13.
Christian Schoppe
3
14.
Horst Wilhelm
0