Offene Kreismeisterschaft des Nachwuchses in Breitenworbis

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Der SV Breitenworbis war mit der diesjährigen Durchführung der Meisterschaft vom Kreisverband beauftragt. Bewährtes Spiellokal - die Breitenworbiser Regelschule. Bevor es auf den 64 Feldern losgehen konnte, gab es am Morgen erst einmal diverse Probleme zu lösen. Wo liegt eigentlich Breitenworbis? Ist ja egal, ich habe ein Navi - so gedacht von Vater Quandt. Doch was tun, wenn das Navi seiner Zeit 2 Jahre voraus ist - ein Teil der Südharzautobahn wird erst 2009 fertig. Aber auch Straßensperrungen im Eichsfeld selbst überraschten gleich drei Autos zusammen und auch die Nordhäuser kamen nicht wie gewollt vom Fleck. Während die einen mit der Geografie kämpften, staunte Heinz Beikirch mit seinen Leuten nicht schlecht, als beim Öffnen der Tür die Alarmanlage die Langschläfer im Dorf weckte. Doch statt der Polizei kam zum Glück nur der Hausmeister.

Insgesamt hatten 48 Kinder und Jugendliche den Weg zur Meisterschaft gefunden. Da fast 10% der vorangemeldeten Spieler krankheitsbedingt wieder absagen mußten, wurde die angestrebte Teilnehmerzahl von 50 wieder verfehlt. Enttäuschend für den Ausrichter ist die Tatsache, daß einige Vereine aus dem Eichsfeld gar keine Teilnehmer zur Meisterschaft entsandten. Auch wenn der verantwortliche Trainer selbst verhindert ist, gibt es durch Eltern sicherlich immer Alternativen. Schade auch, daß kein Spieler aus Sachsen-Abhalt oder den benachbarten Hessen oder Niedersachsen den Weg ins Eichsfeld fanden. Den weitesten Weg legte Franz-Edmund Quandt zurück, um an diesem Turnier teilzunehmen.

Vor den Wettkämpfen gab es auch schon eine Ehrung: Nikolai Petiko, Reimund Laufer, Heinz Beikirch, Peter Biel und Lucian Leibeling wurden für Ihr Engagement bei der Durchführung Eichsfelder Nachwuchsturniere geehrt. Ohne Ihren Einsatz, Ihr Werben und Ihre Organisation wären die Turniere heute nicht das was sie sind.
Leider wieder nicht pünktlich, ging es dann mit 10min Verspätung endlich los. Ein doppelrundiges Miniturnier gab es für die Jüngsten. Ganz souverän setzte sich hier Jonas Edelmann vom SV Gernrode duirch. Er gewann alle Partien.

Das quantitativ stärkste Turnier war wieder einmal U10. Wie von Nikolai Petiko vorhergesagt, war es auch das qualitativ stärkste Turnier. Hier gab es die spannendsten Duelle und wurde die Bedenkzeit am besten ausgenutzt. So mußten allen anderen Teilnehmer mit der Siegerehrung auch auf die U10 warten, da hier noch die Köpfte rauchten. Viele Spieler auf gleichem Niveau, jeder konnte jeden schlagen. Dies machte die Sache spannend bis zur letzten Sekunde. Die Kinder wußten auch noch vor dem Turnierleiter, was die Stunde geschlagen hatte. Die Ergebnisse der letzten Runde machten es möglich, fünf mal fünf - 5 Spieler mit 5 Punkten. Was sagt dazu Herr Buchholz? Diese Frage blieb bis zur Siegerehrung ein Geheimnis. Dort war dann Christian Hentrich aus Nordhausen der Glückliche - er durfte den Siegerpokal in Empfang nehmen. Schön an dieser Stelle die Eichsfelder Geste, dass auch Platz 4 und 5 einen Pokal erhielten, denn es war wirklich ein außerordentliches Ergebnis.

In der U12 gab es mit Jonas Bode vom gastgebenden Verein SV Breitenworbis einen Sieger, der nach der letzten Runde unumwunden zugab, er habe heute sehr viel Glück gehabt. Aber auch dies gehört beim Sport dazu und so durfte er sich feiern lassen. Im Gegensatz zur U10 mußte hier auch auf den Plätzen keine Wertung über die Pokalvergabe entscheiden.

Enttäuschend leider nun schon zum wiederholten Male die Teilnahme in den höheren Altersklassen. Sechs Spieler bei U14 und gar nur drei bei U20. Hier müssen sich unbedingt Gedanken gemacht werden, wie die Meisterschaft auch für Jugendliche wieder interessanter wird. Mit Ludwig Hesse gab es einen ganz überlegenen Sieger. Ebenso wie Jonas Edelmann bei den Jüngsten konnte er alle Partien für sich entscheiden. Sieger bei U20 wurde Jakob Reißland vom SV Ammern.
Ein ganz herzliches Dankeschön an dieser Stelle all denjenigen, die mitgeholfen haben, diese Meisterschaft vorzubereiten und durchzuführen. Besonders erwähnenswert an dieser Stelle die Tatsache, dass sich Betreuer anderer Vereine spontan bereit erklärten, als Gruppenleiter und Würstchenverkäufer mitzuwirken, denn die Personaldecke des Gastgebers war an diesem Tag einfach zu dünn. Ein ganz herzliches Dankeschön an all die Familien, die durch Ihre Geld- und Sachspenden mithalfen, den Preistisch reichlich zui decken. Ein unerschöpflicher Fundus scheint hier nich mehr benötigtes (aber eigentlich noch unbenutztes) Spielzeug in den Kinderzimmern zu sein.

Rainer Gast